Werk
Gedichte, Bücher, Essays und künstlerische Arbeiten. Gestalten, in denen Wahrnehmung sich verdichtet und etwas vom Lebendigen sichtbar werden kann. Zuletzt feuertiere — ein limitiertes Kunstbuch, gemeinsam mit der Schweizer Malerin IWAWALL.
Das heißt: Die Welt gibt es.
aus Propositionen der Berührung
Werk·Wirken·Mitwirken
Leben ist schöpferische Verwobenheit.
Wir entstehen, erkennen und verwandeln uns in Beziehung. Ontopoetik fragt danach, was mit unserem Leben geschieht, wenn wir beginnen, diese Verbundenheit nicht nur zu denken, sondern wahrzunehmen und zu bewohnen. Erkenntnis wird darin zu einer Veränderung unserer Weise, dem Lebendigen zu begegnen.
Wie wollen wir dem Lebendigen begegnen?
In dieser Frage berühren sich Ethik, Erkenntnis und Praxis. Wie wir dem begegnen, was lebt — in uns, im anderen, in der Welt —, verändert zugleich die Weise, in der wir selbst leben.
Sprache, weil Worte Wirklichkeit nicht nur beschreiben, sondern Wahrnehmung verändern und neue Weltbeziehungen eröffnen. Körper, weil Erkenntnis leiblich geschieht. Magie, als radikale Aufmerksamkeit für das Geheimnis des Lebendigen.
Daraus entstehen Räume für Tiefe — im Werk, im Wirken, im Mitwirken.
Ich arbeite nicht am besseren Funktionieren. Ich arbeite an tieferem Lebendigsein.
Ich möchte zu einer Kultur beitragen, in der Menschen sich selbst, einander und dem Lebendigen neu begegnen. Nicht aus Trennung, sondern aus Beziehung. Nicht aus Kontrolle, sondern aus Vertrauen. Nicht aus Optimierung, sondern aus Lebendigkeit.
Ich glaube nicht daran, Menschen zu verändern, sondern daran, Räume zu schaffen, in denen Erinnerung möglich wird. Menschen gewinnen Klarheit, Vertrauen und schöpferische Kraft zurück — nicht weil sie jemand anderes werden, sondern weil sie aufhören, sich selbst zu verlassen.
Gedichte, Bücher, Essays und künstlerische Arbeiten. Gestalten, in denen Wahrnehmung sich verdichtet und etwas vom Lebendigen sichtbar werden kann. Zuletzt feuertiere — ein limitiertes Kunstbuch, gemeinsam mit der Schweizer Malerin IWAWALL.
Lesungen, Vorträge, Performances, Gespräche und Ausstellungen — Orte, an denen das Werk in Beziehung tritt.
Begleitung, Werkstätten und Erfahrungsräume für Menschen, Gruppen und Institutionen. Räume, in denen Wahrnehmung feiner werden, eigene Wahrheit Gestalt gewinnen und etwas Neues hervorgehen kann.
Ich bin Miriam Ysa Calista, Lyrikerin, Philosophin und Körperdenkerin.
Ich schreibe Gedichte, denke philosophisch, arbeite mit dem Körper und öffne Erfahrungsräume aus derselben Frage heraus:
Wie verändert sich unser Leben, wenn wir beginnen, dem Lebendigen anders zu begegnen?
Mein Werk trägt den Namen Ontopoetik. In ihm begegnen sich Poesie, Philosophie und Verkörperung als unterschiedliche Ausdrucksformen derselben Bewegung.
Meine Arbeit ist geprägt von philosophischer und sozialwissenschaftlicher Forschung ebenso wie von Poesie, künstlerischer Praxis und verkörperter Erfahrung. Ich studierte und forschte in Heidelberg, Berlin, Galway, Bielefeld, Luzern und Stanford.